Hornhauttransplantationen: Kölner Uni-Augenklinik unterstützt Kollegen in der Ukraine

7. Juni 2017 | By More

Prof. Dr. Claus Cursiefen

Mit der Initiative „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit“ fördern das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und die Else Kröner-Fresenius-Stiftung Partnerschaften auf Augenhöhe zwischen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und in Entwicklungs- und Schwellenländern. In dem Partnerschaftsprojekt „Optimierte Hornhauttransplantation gegen Blindheit in der Ukraine“ kooperiert das Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln mit der größten Augenklinik der Ukraine mit über 400 Betten, dem Filatov Eye Institute der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Odessa. Das Projekt startete am 1. Juni 2017 als eines der ersten Projekte der Klinikpartnerschaften.

Um erkrankte Bereiche der Hornhaut selektiv und schonend durch Spendermaterial zu ersetzen, gibt es neue, schonende Operationstechniken. „Es ist unser Ziel, die Zahl der Erblindungen in der Ukraine zu verringern – durch Vermittlung moderner Transplantationstechniken, die wir an der Uniklinik Köln teils mitentwickelt haben und seit Jahren praktizieren. Durch die Anwendung einer lamellären Eingriffstechnik können wir mit dem Gewebe eines Spenders zwei Patienten helfen. Das ist angesichts des erheblichen Spendergewebemangels in der Ukraine ein wichtiger Punkt“, so Prof. Dr. Claus Cursiefen, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Augenheilkunde der Uniklinik Köln.

Im Rahmen der Kooperation werden in den kommenden zwei Jahren Augenärzte und OP-Personal aus der Ukraine durch Ärzte der Uniklinik Köln geschult, um so die modernen minimalinvasiven Transplantationstechniken, in denen die Augenklinik der Uniklink Köln führend ist, auch in der Ukraine zu etablieren. Das Training wird teils in Köln stattfinden, teils auch an der Partnerklinik in Odessa. „Daneben möchten wir gerade jüngeren Augenärzten die Möglichkeit geben, in einen wissenschaftlichen und klinischen Austausch zu treten. Außerdem werden wir in gemeinsamen Studien nach neuen Möglichkeiten suchen, den Spendergewebemangel in der Ukraine durch Bio-Hornhäute zu minimieren“, so Cursiefen abschließend.

Quelle (Text und Bild): Uniklinik Köln

Category: Gesellschaft

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